Am Montag, 9. Februar 2026 um 19.30 Uhr, im Haus der Nachhaltigkeit, Augsburger Straße 23,…

„Haushalts-Kompass“ Neu-Ulm: FWG macht 700-seitiges Zahlenwerk digital erlebbar
Woher kommt das Geld und wohin fließt es? Der kommunale Haushalt der Stadt Neu Ulm für das Jahr 2026 umfasst rund 700 Seiten voller Zahlenkolonnen. Um diesen Zahlen-Dschungel für alle Bürgerinnen und Bürger verständlich zu machen, hat die FWG Neu-Ulm den „Haushalts-Kompass“ entwickelt. Das interaktive Tool ist ab sofort unter haushalt.fwg.nu erreichbar und setzt als Open-Source-Projekt neue Maßstäbe in Sachen Transparenz.
Ein städtischer Haushalt bestimmt die Prioritäten in Schulen, Infrastruktur und sozialen Projekten. Doch die schiere Masse an Daten schreckt oft ab. Die FWG Neu-Ulm bricht diese Barrieren nun digital auf. Mit dem Haushalts-Kompass bietet sie ein Werkzeug, das konsequent auf Transparenz und Partizipation setzt.
Kompetenz aus dem Stadtrat und der Softwareentwicklung
Entwickelt wurde das Tool von zwei Experten, die in Neu-Ulm keine Unbekannten sind: Benjamin Gasser, der bereits seit 2022 für die FWG im Stadtrat sitzt, und Philipp Meier, der seine Expertise als Softwareentwickler nun ebenfalls in den Dienst der FWG stellt. Beide bringen ihre Erfahrung aus ihrer Zeit bei den Piraten ein, um moderne, digitale Standards in die Kommunalpolitik zu integrieren. „Der Haushalts-Kompass soll Bürgern die Orientierung in den Stadtfinanzen erleichtern. Es geht uns darum, die Menschen nicht nur zu informieren, sondern sie aktiv teilhaben zu lassen“, erklärt Stadtrat Benjamin Gasser.
Interaktion und stetige Weiterentwicklung
Das Tool ist keine Einbahnstraße. Die FWG veröffentlicht eine Version, die für die Öffentlichkeit voll nutzbar ist, sich aber gleichzeitig im Prozess der stetigen Optimierung befindet. Über eine integrierte Online-Funktion können Nutzer direkt Feedback geben, Informationen abfragen oder Wünsche für künftige Funktionen äußern.
Technik für alle: Open Source auf Kollaborationsplattform
Da das Problem unübersichtlicher Haushaltspläne fast jede Kommune betrifft, wurde der Haushalts-Kompass so gestaltet, dass er auch von anderen Städten oder engagierten Bürgergruppen genutzt werden kann. Die FWG veröffentlicht den gesamten Quellcode unter git.fwg.nu
„Transparenz sollte kein Privileg sein, das an teure Softwarelizenzen gebunden ist“, ergänzt Philipp Meier. „Mit der Veröffentlichung auf einem Git-Repository laden wir jeden ein, die Technik zu nutzen und gemeinsam mit uns weiterzuentwickeln.“
Der Haushalts-Kompass auf einen Blick:
- Intuitive Navigation: Komplexe Ausgabenposten werden grafisch aufbereitet.
- Feedback-Kanal: Direkte Übermittlung von Wünschen und Anregungen über das Tool.
- Open Source: Die Technik steht als freies Gut für andere Kommunen zur Verfügung.
Die Visualisierung ist ab sofort unter haushalt.fwg.nu erreichbar. Die FWG lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, mit dem Haushalts-Kompass die Finanzen ihrer Stadt zu erkunden und das Projekt aktiv mitzugestalten.
